
12.07.2022
Ruf nach höherer Pendler-Pauschale
Wirtschaftsunion zu hohen Preisen: Pakete bisher unzureichend
Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Uelzen fordert angesichts der Preisentwicklung eine schnelle Entlastung von Bür-
gern und Unternehmen. Für Dieter Ruschenbusch, Vorsitzender der MIT Uelzen, sind die bisherigen Beschlüsse der Ampel-Koalition völlig unzurei- chend, wie es in einer Pressemitteilung heißt. „Bürger und Betriebe kom- men zunehmend in existenzielle Nöte. Sie haben Kaufkraftverluste von bis zu 20 Prozent. Und die Ampel ist untätig“, so Ruschenbusch.
Die MIT Uelzen fordert unter anderem, den Tarifverlauf bei der Einkom- mensteuer rückwirkend zum 1. Januar an die hohe Inflationsrate anzupas- sen, um die „kalte Progression“ abzuschaffen. Anderenfalls würden Lohn- erhöhungen überproportional vom Staat abgeschöpft. Die Steuersätze müssten so gestaltet werden, dass nicht der Staat der Gewinner der Infla- tion sei. Ruschenbusch: „Die inflationsbedingt höheren Steuereinnahmen müssen den Steuzahlern zurückgegeben werden.“ Berufspendler sollen durch eine Erhöhung der Entfernungspauschale auf 60 Cent ab dem ers- ten Kilometer spürbar entlastet werden. Bislang können Arbeitnehmer für die Wegstrecke zur Arbeit nur 30 Cent ab dem ersten Kilometer und 38 Cent ab dem 21. Kilometer geltend machen. Dies deckt die gestiegenen Fahrtkosten jedoch nicht ab. MIT-Vorsitzender Ruschenbusch: „Die Benzin- preisbremse der Ampel reicht hinten und vorne nicht.“
Außerdem fordert die MIT Uelzen die Steuern auf Energie auf das in der EU zulässige Mindestmaß zu senken – also für Flüssiggas, Erdgas und Strom.